Aktuelles

Immanuel Kant-Stiftung  -

Europas Erbe als Auftrag. Freiburger Stiftung zur Förderung eines kantischen Weltbürgerethos

Frage nicht, was diese Welt für dich tun kann – frage, was du für diese Welt tun kannst.

(Frei nach John F. Kennedy)

In Zeiten globaler Herausforderungen und einer von Menschen betriebenen Zerstörung unseres Planeten (als einer Lebensgrundlage von derzeit 7 - 8 Milliarden Menschen und einer rasant schwindenden Zahl verschiedener Arten von Leben) mutet ein Eid auf das „Wohl des deutschen Volkes“, wie er in Kürze für die Mitglieder einer neuen Bundesregierung wieder ansteht, gelinde gesagt, etwas anachronistisch an. Denn der pluralistische Wettbewerb von Partikularinteressen in westlichen Demokratien führt keineswegs per se dazu, dass sich eine gemeinwohlorientierte Politik ‚herausmendelt‘. Vielmehr ist eine demokratisch organisierte politische Öffentlichkeit aufgerufen, Rechenschaft darüber abzulegen, in welcher Rang- und Reihenfolge welche politischen Interessen und Ziele nicht nur der Familie, dem eigenen Land oder Kontinent dienen, sondern auch einem globalen Gemeinwohl. Die Kant-Stiftung möchte deshalb die Diskussion auf allen Ebenen über die folgenden zentralen Fragen anregen:

  • Demokratie zwischen Partikular-, Mehrheits-, und globalen Gemeinwohl-Interessen
  • Gemeinwohl-Orientierung zwischen Moral/Ethik und Recht*
  • Fragen praktisch-politscher Umsetzung einer unumkehrbaren, gerechteren kosmopolitischen  Friedensordnung

Während bis etwa 1990 der Ost-West-Konflikt diese Fragen überlagerte, ist es heute - in einer inzwischen multipolaren, aber keineswegs sichereren Welt - an (EU-) Europa, gerade auch wegen der Hypotheken seiner imperialistischen und kolonialistischen Vergangenheit, den Stimmen humaner, sozialer, umwelt- und friedensethischer Verantwortung für ein globales Gemeinwohl sowie einer institutionalisierten kollektiven Vernunft im Sinne I. Kants Gehör zu verschaffen. Dazu gehören nicht mehr zur Disposition stehende rechtsstaatliche Prinzipien wie die der Gewaltenteilung, der Informations- u. Medienfreiheit und des Minderheitenschutzes, ohne die eine Mitgliedschaft in einer „Föderation freier (EU-) Republiken“ ausgeschlossen werden muss. Die Kant-Stiftung® wird ihre zukünftige Arbeit deshalb an den oben genannten Fragen orientieren.

*Lektüreempfehlungen:

  1. Hüning / Dörflinger / Kruck: Das Verhältnis von Recht und Ethik in Kants praktischer Philosophie;(Studien und Materialien zur Geschichte der Philosophie; 92), OLMS, Hildesheim 2017.
  2. Deniz Yücel: Wir sind ja nicht zum Spaß hier. (Reportagen, Satiren und andere Gebrauchstexte) 2018

Zur nächsten Auslobung von Kant-Förder-Preisen für Promovierende 2018 siehe Rubrik "Kant-Preise" bzw. folgenden Link:

http://www.kant.uni-mainz.de/Mitteilg_KantFörderpreis%20Freiburg.pdf


Rückblick:

Feierliche Verleihung des 6. Kant-Weltbürger-Preises am 1. Oktober 2016 in der Aula der  Albert-Ludwigs-Universität Freiburg an die saudi-arabische Filmregisseurin Haifaa Al Mansour und den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi.

 

Virtuelle Gegenwart des mit Ausreiseverbot belegten Jafar Panahi in einer Sequenz eines seiner Filme. Er wurde vertreten durch seine Tochter und seine Frau.

 

Zur Verleihung des Kant-Weltbürger-Preises gehaltene Vorträge:

 

 

1. Kant-Förder-Preisverleihung 2016 auf der Fachtagung der Kant Gesellschaft e.V. und der Kant-Forschungsstelle der Universität Trier Kant als Tugendethiker. Systematische und historische Perspektiven von Kants Tugendlehre im Haus am Dom in Frankfurt a. M. vom 13. - 15. Oktober 2016 - unter dem Motto „Kant entdecken und weiterdenken!“ in Zusammenarbeit mit der Kant-Gesellschaft und drei Lehrstuhlinhabern der Freiburger Universität (Vgl. Heft 1/2016  der Kant-Studien.) an: Jun. Prof. Dr. med. Dr. phil. Sabine Salloch von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Dr. Anna Wehofsits von der Ludwig-Maximilians-Universität München für ihre innovativen Dissertationen zu Aspekten der Immanuel-Kant-Forschung.

Die preisgekrönten Arbeiten:

Sabine Salloch, Prinzip, Erfahrung, Reflexion: Urteilskraft in der Angewandten Ethik. Münster 2016, mentis, ISBN: 978-3-95743-063-2

Anna Wehofsits, Anthropologie und Moral. Affekte, Leidenschaften und Mitgefühl in Kants Ethik. Berlin 2016. De Gruyter, ISBN: 978-3-11-045553-3

 

Zur Verleihung des Kant-Förder-Preises gehaltene Vorträge:

 


Ideelle Unterstützung des Samstagsforums Regio Freiburg von Ecotrinova:

Herzliche Einladung

Für den Sommer 2018  in Freiburg i.Br. laden wir als Mitveranstalter herzlich mit ein zum 25. Gemeinschafts-Programm Samstags-Forum Regio Freiburg mit vielen aktuellen Themen und interessanten Referenten/innen!  Eintritt frei. (Vorträge mit Aussprache, vormittags in der Universität . Führungen mittags oder nachmittags, zu denen Anmeldung meist erforderlich ist.) Das aktuelle Programm ersehen Sie hier:

Termine /Themen siehe Programm

 

 

 

 

 

 

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